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05 September 2012

Der Odenwald

Posted in Odenwald

Südlich von Frankfurt am Main, in Teilen Hessens, Bayerns und Baden-Württembergs gelegen, erstreckt sich der Odenwald als Mittelgebirge und beliebtes Ausflugsziel. Erkennbar ist das Gebiet an steilen Bergflanken von mehreren hundert Metern Höhe, die sich auf einer Länge von ca. 60 km zwischen Darmstadt im Norden und Heidelberg im Süden aus dem sonst flachen Land erheben. KatzenbuckelDer Katzenbuckel, die höchste Erhebung im OdenwaldDer nördliche und westliche Teil des Odenwaldes gehören zum südlichen Hessen, nördöstlich zieht er sich ins bayrische Franken und im Süden bis nach Baden hinein. Das Mittelgebirge hat mehrere Erhebungen, die höchsten sind der Katzenbuckel mit 626 m Höhe und die Neunkircher Höhe mit 605 m Höhe über NN.
Wie es sich für ein Touristenziel gehört, bietet der Odenwald Abwechslung für Jedermann. So können Kletterfreunde im Steinbruch Mümlingtal den Kletterkünsten frönen. Eine steinige Überraschung findet man unterhalb des Felsbergs im Lautertal, wo man im Geo-Naturpark eine riesige Ansammlung von großen Felsbrocken, genannt Felsenmeer, vorfindet. Felsenmeer-im-odenwaldDas Felsenmeer im NaturparkRund um den Katzenbuckel kann man auf dem Kristall-Lehrpfad wissenwertes über die vulkanische Vergangenheit dieses Gebietes erfahren. Einen Besuch sollte man auch in Süddeutschlands bedeutendster Tropfsteinhöhle in Eberstadt einplanen, welche erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt wurde.

Der Odenwald - Wanderparadies mit Burgen und Schlössern

Wanderfreunde kommen im Odenwald voll auf ihre Kosten, denn das über 10.000 km lange Netz von Wanderwegen durchkreuzt jeden Winkel. Besonders zu erwähnen ist dabei der als Märchenpfad bekannte Wanderweg durch die romantische Obrunnschlucht, welcher von Höchst aus in Richtung Rimhorn mit zahlreichen Modellbauten von Schlössern und Burgen beeindruckt. Weitere beliebte Wanderwege sind der Nibelungensteig, der Burgenweg oder auch der Neckarsteig, welcher auf seiner Strecke zu gleich fünf Schlössern und 15 Burgen oder Burgruinen führt. Im Gebiet des Odenwaldes gibt es Historie par excellence zu erleben, die mittelalterlichen Stäedte Bad Wimpfen, Neckarsteinach, Eberbach, Mosbach, Hirschhorn, Gundelsheim und Dilsberg beeindrucken mit ihren historischen Stadtkernen. Der OtzbergVeste OtzbergFrühzeitliche Erdgeschichte können Sie in der Grube Messel erleben.

Der Odenwald - ein UNESCO-Weltnaturerbe

Die UNESCO-Weltnaturerbestätte bietet eine riesige Vielzahl und Vielfalt an besonders gut erhaltenen Fossilien aus einer Zeit vor 47 Millionen Jahren. Fossilien von einem Urpferdchen oder einem Affenbaby ( Äffchen „Ida" getauft) sind weltberühmt.  Im Odenwald gibt es eine riesige Zahl von historischen Burgen und Schlössern, so zum Beispiel die historischen und beeindruckenden Bauwerke Burg Frankenstein, das Schloss Lichtenberg, Schloss Birkenau die Veste Otzberg und nicht zu vergessen- das Weltkulturerbe "Burgruine Schloss Heidelberg" in der faszinierenden Stadt Heidelberg im Neckartal.
Obwohl man im Odenwald als Mittelgebirge im Winter größere Schneemengen erwarten könnte, sind die Tage, an denen man Wintersport treiben kann, relativ gering.
Im höher gelegenen Beerfelden kann man auf mehreren Abfahrten und Loipen Wintersport betreiben, es gibt dort einen Skilift und eine Flutlichtanlage. Am Katzenbuckel erwartet den Wintersportler eine Sprungschanze und verschiedene Langlaufloipen.
Auch kulturell kann man eine Menge erleben. Angefangen von großen Volksfesten bis hin zu traditionellen Bauernmärkten und kleinen Kunsthandwerkermärkten reicht die bunte Palette an Veranstaltungen.
In kleinen Dörfern und Ortschaften findet jedes Jahr die traditionelle Kirchweih statt, zu denen auch auswärtige Besucher immer gerne gesehen sind. Desweiteren gibt es typisch Odenwälder Veranstaltungen der kulinarischen Art. Im Frühjahr finden die Odenwälder Lammwochen statt, nach denen im Juli im badischen Odenwald die Grünkernwochen folgen.
Im September gibt es die Odenwälder Kartoffelwochen und im Oktober finden im Beerfelder Land die Odenwälder Wildwochen statt. Den Reigen an Veranstaltungen beschließen im Dezember die zahlreichen Weihnachtsmärkte, auf denen Sie die Gelegenheit haben, den typischen Odenwälder Kartoffelstollen und köstliche Schokoladentrüffel der verschiedensten Art zu probieren.
Der Odenwald ist ganzjährig eine Reise wert, egal ob Sie sportliche, kulturelle, wissenschaftliche oder kulinarische Erlebnisse suchen.
 
 
Panorama-OdenwaldPanorama-Odenwald
 
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04 Oktober 2012

Der Schwarzwald

Posted in Schwarzwald

Im Südwesten des Bundeslandes Baden Württemberg liegt Deutschlands größtes und zugleich höchstes Mittelgebirge- der Schwarzwald. Er erstreckt sich über ca. 150 km vom Hochrhein im Süden bis zum Kraichgau im Norden. In der Breite erreicht er eine Ausdehnung zwischen 30 und 50 km. Die höchste Erhebung ist mit 1493 Metern über NN. der Feldberg im südlichen Teil des Schwarzwaldes. Im nördlichen Schwarzwald bildet die "Hornisrinde" mit 1164 Metern die höchste Erhebung. Beliebte Ausflugsberge mit hervorragenden Fernsichten sind u.a. der Kandel, der Belchen oder der Schauinsland.
Als Überbleibsel der letzten Eiszeit verfügt der Schwarzwald über eine Vielzahl an natürlichen Seen wie den Titisee oder den Mummelsee. Der beliebte Schluchsee wurde durch eine Staumauer vergrößert, weitere Stauseen sind die Schwarzenbachtalsperre oder die Nagoldtalsperre.
War die Gegend in früheren Zeiten vor allem vom Bergbau, der Holzverarbeitung, der Glasbläserei oder dem Uhrenbau geprägt, hat heute auch hier wie andernorts der Tourismus die Nase weit vorn.der-MummelseeDer Mummelsee
Und das zurecht, der Schwarzwald bietet dem Besucher ein breites Spektrum an Sehenswürdigkeiten. Ob faszinierende Naturlandschaften, historische Bauwerke, romantische historische Städte oder Kulturhighlights jeglicher Art- der Schwarzwald lässt keine Wünsche offen.

Naturpark Schwarzwald

Im Schwarzwald gibt es mittlerweile zwei Naturparks, den 370.000 Hektar großen Naturpark "Südschwarzwald" und den noch größeren Naturpark "Schwarzwald Mitte/Nord", welcher mit 375.000 Hektar Fläche sogar der derzeit größte deutsche Naturpark ist.
Ein breites Netz an Fern- und Rundwanderwegen führen den Wanderer über Höhen, durch dichte Wälder, idyllische Täler, vorbei an wilden Wasserfällen und verträumt liegende Seen. Die bekanntesten von ihnen sind der "Westweg", der "Mittelweg" oder der "Ostweg". Bekannte Weitwanderwege sind u.a. der "Schluchtensteig" oder der "Kandelhöhenweg". In den letzten Jahren entstanden interessante Themenwanderwege, welche dem Besucher besondere Attraktionen bieten, so der Schluchtensteig, der Barfußpark Dornstetten oder der "Park mit allen Sinnen" in Gutach.
Für Freunde von Bikes aller Art bietet der Schwarzwald interessante Touren und Strecken an. Zwischen Pforzheim und Waldshut-Tiengen wurde auf 280 km Länge der neue "Schwarzwald-Panorama-Radweg" angelegt, welcher neben Fahrradverleihstationen als besonderen Service sogar Akku- Tausch- und Ladestationen für E-Bikes bietet.
Die hohen Berge und tiefen Täler sind ein Mekka für Drachen- und Gleitschirmflieger. Bei guter Thermik kann man kilometerweit über die reizvolle Landschaft gleiten.

Freizeitspaß im Schwarzwald

Badespaß, Wassersport oder einfach Erholung pur kann man an vielen Seen haben und erleben, die beliebtesten von ihnen sind wohl der Titisee oder der Schluchsee. Beide Seen bieten beste Bedingungen und Angebote für beliebte Wassersportarten wie Tauchen und Windsurfen.
Für ambitionierte Wintersportler hält der Schwarzwald, insbesondere in den bekannten Wintersportgegenden rund um den Feldberg, der Region Hinterzarten oder Kaltenbronn, Wintersportvergnügen aller Art bereit. Ob Abfahrtslauf auf Pisten verschiedener Schwierigkeitsklassen, Langlauf auf gespurten Loipen, oder Rodelberge für rasante Abfahrten auf Schlitten oder Snowboard- die schneesicheren Regionen im Schwarzwald bieten beste Bedingungen!
Zahlreiche Thermalbäder ziehen Gäste aus nah und fern an, so die Bäder in Baden-Baden, in Bad Bellingen, Bad Liebenzell oder Bad Herrenalb, um nur einige zu nennen.Triberger-WasserfallDer Triberger-Wasserfallklassische-Kuckucksuhrklassische Schwarzwälder Kuckucksuhr
Wie jede Region bietet natürlich auch der Schwarzwald besonders typische Traditionen. So ist er für seine Schwarzwälder Bauernhäuser mit ihren weit ausladenden Krüppelwalmdächern, der Schwarzwälder Kirschtorte, dem Schwarzwälder Schinken oder auch der handgeschnitzten Kuckucksuhren weltbekannt. Auch die "Bollenhüte", der traditionellen Kopfbedeckung der Schwarzwälder Frauen, sind mit ihren großen roten oder schwarzen Bommeln ein Markenzeichen des Schwarzwaldes.
Viele historische Orte mit vielen Sehenswürdigkeiten sind unbedingt einen Besuch wert. Dazu zählen u.a. Freiburg im Breisgau, Villingen-Schwenningen, Freudenstadt, Gengenbach, Schiltach, Haslach, Wolfach oder Baiersbronn.
Prunkvolle Bauwerke wie das ehemalige Benediktinerkloster St. Blasien oder die Klöster in Sankt Trudpert und St. Peter erzählen vom Leben in früheren Zeiten.
Einblicke in das Leben der Menschen früherer Generationen bietet weiterhin hautnah das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, welches aus wiedererbauten Schwarzwaldhäusern mit Originalteilen der damaligen Zeit besteht. Interessante Informationen zur Uhren- bzw. holzverarbeitenden Industrie bieten das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen sowie das Schüttesäge-Museum in Schiltach. Näheres zu den o.g. "Bollenhüten" erfährt man im Schwarzwälder Trachtenmuseum in Haslach im Kinzigtal.
Man kann die Liste beliebig erweitern, weitere Informationen zu beliebten Sehenswürdigkeiten des Schwarzwaldes erfahren sie in der Rubrik "Sehenswürdigkeiten" im unteren Bereich dieser Seite.
Wir wünschen viel Spaß auf Ihrer Entdeckungstour durch den Schwarzwald
 
Blick-von-Schloss-Hohenbaden-auf-Baden-BadenBlick von Schloss Hohenbaden auf Baden Baden
 
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27 September 2012

Die Schwäbische Alb

Posted in Obere Donau

Die Schwäbische Alb ist mit ca. 180 km Länge ein Mittelgebirge und Bestandteil des Naturparks Obere Donau. Es befindet sich in Süddeutschland zum größten Teil im Bundesland Baden-Württemberg. Begrenzt wird die Schwäbische Alp im Nordwesten durch einen markanten Steilabfall, im Südosten geht sie sanft ins Alpenvorland über, während sie im Nordosten ans Nördlinger Ries grenzt.Blautopf-in-BlaubeurenDer Blautopf Die höchsten Gipfel der Schwäbischen Alp erreichen Höhen bis ketwas über 1000 Meter. Dazu zählen der Lemberg mit 1015 Metern, der Oberhohenberg mit 1011 Metern und der Hochberg mit 1009 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gebirge besteht aus wasserlöslichem Kalkstein. Erosion und Auswaschungen ließen im Laufe von Jahrtausenden imposante Höhlen entstehen. Eine davon ist die bekannte Blautopfhöhle. Die Laichinger Höhle ist die tiefste begehbare Schachthöhle Deutschlands. Die Längste von ihnen ist die Charlottenhöhle, aber auch viele andere Höhlen sind erschlossen und können, entweder in Führungen oder auch auf eigene Faust, erkundet werden. Aufgrund der großen und einzigartigen Vielfalt der Natur wurde der Schwäbischen Alb der Titel des Unesco Weltnaturerbes verliehen.

Schwäbische Alb - UNESCO- Weltnaturerbe

Den Wanderer erwarten nicht nur steile Aufstiege in luftige Höhen und steile Abstiege in wildromantische Täler, er wird immer wieder von den Eindrücken der faszinierenden Naturlandschaft belohnt. FruehlingsenzianFrühlingsenzianSo ist die frühjährliche Enzianblüte auf den Alpflächen ein farbenprächtiges Spektakel, in der Münsinger Alb findet man mehrere einheimische und unter Naturschutz stehende Orchideenarten. Dagegen überall in der Alp findet man die typischen Wacholderheiden und die Silberdistel, welche man schon als botanisches Wahrzeichen der Region bezeichnen kann. Schloss-LichtensteinSchloss LichtensteinDurch die Schwäbische Alb führen gleich 11 Prädikatswanderwege und garantieren somit höchsten Wandergenuss. Aber auch mit dem Drahtesel lässt sich die Region bestens erkunden. Der neue Alptäler Radweg wurde als Qualitätsroute vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet. Er führt auf 186 km Länge quer durch die schönsten Täler der Landkreise Göppingen, Heidenheim und des Alb-Donau-Kreises. Wagemutige, ob Jung oder Alt, können ihre Abenteuerlust in Kletter- und Hochseilparks ausleben.
Im Winter bietet die Schwäbische Alp in vielen Skigebieten bei besten Schneeverhältnissen Wintersportvergnügen pur. Eine besondere Winterattraktion hier ist das "Skijöring", wo man auf Skiern stehend von Pferden in flottem Tempo über die Skipisten gezogen wird.
Doch damit noch nicht genug, den Besucher erwarten auch kulturelle Höhepunkte en masse.
Mit unzähligen Burgen und Schlössern ist die Schwäbische Alp eine der burgen- und schlösserreichsten Landschaften des ganzen Landes. Die imposanten Bauwerke thronen, schon von Weitem sichtbar, auf steilen Felskanten oder Bergkuppen. Ihre dicken Mauern beherbergen nicht nur Historie zum Staunen, es finden auch regelmäßig mittelalterliche Märkte mit Minnesängern und Burgfräulein's oder auch echte Ritterturniere statt.
Viele Städte entlang der "Deutschen Fachwerkstraße" erwarten den Besucher und beeindrucken mit ihren faszinierenden historischen Stadtkernen und engen urigen Gassen.
Hier finden regelmäßig Märkte und Festivals aller Art statt. In zahlreichen Museen erfährt man alles über die Entstehung und das Leben dieser besonders schönen deutschen Landschaft.

 
Panoramablick-ueber-Tuebingen-in-die-Schwaebische-AlpPanoramablick über Tübingen in die Schwäbische Alp
 
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30 September 2012

Die Stadt Ulm

Posted in Region Ulm

Die Universitätsstadt Ulm liegt im Osten Baden-Württembergs im Regierungsbezirk Tübingen und direkt an der Donau. Mit ca. 120.000 Einwohnern hat Ulm Großstadtstatus und besitzt - als Sitz des Landratsamtes - seinen eigenen Stadtkreis.
Das auf der gegenüberliegenden Donauseite und zu Bayern gehörende Neu-Ulm hat mit Ulm nur noch so viel gemein, dass beide Städte heute zusammen ein "länderübergreifendes Doppelzentrum" bilden.

Freie Reichsstadt Ulm

Die Stadt Ulm wurde als solche erstmals im Jahre 854 urkundlich erwähnt, war Königspfalz und "Freie Reichsstadt". Ab 1810 trennten sich die Wege Ulms und Neu-Ulms - das linksseitig der Donau liegende Ulm wurde "Württembergisch", das Gebiet Neu-Ulms blieb dagegen bayrisch. Neu-Ulm entwickelte sich seit etwa 200 Jahren zu einer eigenständigen Stadt, ist also historisch gesehen, sehr jung.
Bereits im Mittelalter war Ulm aufgrund seiner exponierten Lage ein führendes Zentrum des Handels und der Kunst in Deutschland und hatte den Status als "Freie Reichsstadt" inne. Der einst über viele Jahrhunderte bedeutende "Jakobsweg", ein Pilgerweg zum Grab des "Heiligen Jakobus" nach Santiago de Compostella in Spanien, führt direkt durch die Stadt.
Bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts blühte der Handel in der Stadt und Ulm zählte zu den größten Reichsstädten Deutschlands. Mit der Entdeckung Amerikas und der damit verbundenen Ausweitung und Verlagerung der Handelszentren im 16. Jahrhundert, büßte die Stadt zunehmens an Bedeutung ein und die Einwohnerzahl sank drastisch.
Erst Anfang des 19. Jahrhunderts, vor allem Dank der Eröffnung der ersten durchgehenden Eisenbahnstrecke von Heilbronn über Ulm nach Friedrichshafen, erlebte die Stadt einen neuen wirtschaftlichen Boom.

Der Ulmer Münster - Wahrzeichen der Stadt

In dieser Zeit wurde auch das Wahrzeichen der Stadt- der Ulmer Münster- fertig gestellt. Seit 1885 besitzt Ulm, mit dem Bau des Westturm am Münsters mit 161,5 Metern Höhe, den bis heute höchsten Kirchturm der Welt. ulmer-muensterDer Münster
Die Stadt Ulm war über viele Jahrhunderte geprägt vom Stil der Epochen, so gab es Bauwerke aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, dem Barock oder auch dem Klassizismus.
Leider fielen ein Großteil dieser Highlights zeitgenössischer Geschichte in der Innenstadt dem Bombenhagel des 2. Weltkrieges zum Opfer. Alldings wurde die schwer zerstörte Stadt in den Jahrzehnten nach Kriegsende wieder aufgebaut, aber viele Baudenkmäler der historischen Innenstadt gingen für immer verloren.
Es wurde viele Bauten in modernem Stil neu errichtet, aber viele bedeutende Gebäude wurden in altem Stil wieder aufgebaut. Dazu zählen das Kornhaus, das Schwörhaus oder das historische Rathaus aus dem 13. Jahrhundert.
Der gotische Münster wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, aber aufwändig restauriert und erstrahlt heute im alten Glanz. Die "Dreifaltigkeitskirche" aus dem 17. Jahrhundert wurde wieder aufgebaut, jedoch in stark veränderter Form. Weitere historische Kirchenbauten der Stadt sind die evangelische Pauluskirche und die katholische St. Georgs-Kirche.DreifaltigkeitskircheDie Dreifaltigkeitskirche
Im Altstadtviertel "Auf dem Kreuz" findet man noch eine große Anzahl hervorragend restaurierter historischer Bauten aus dem 17. Jahrhundert, welche glücklicherweise vor der Zerstörung bewahrt blieben.  Auch das "Fischer-und Gerberviertel" wartet mit vielen sehenswerten historischen Bauten auf. Eine besondere Attraktion hier ist das aus dem 14. Jahrhundert stammende "Schiefe Haus", welches mit einer Neigung von beinahe 10° als schiefstes Haus der Welt gilt.
Am Donauufer kann man die beiden ehemaligen Stadttore, den "Metzger- und den Gänsturm", besichtigen. Weitere historische Bauten in der Innenstadt sind das aus dem 13. Jahrhundert stammende "Steinhaus", was als ältestes noch erhaltenes Gebäude der Stadt gilt, der "Büchsenstadel" mit seinem spätgotischen Ziergiebel aus dem 15. Jahrhundert oder das Kornhaus, ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert.Die-Muenz-und-schiefes-hausDie Münz und das Schiefe Haus
Als alte Salzhandelsstadt besitzt Ulm natürlich auch einen Salzstadel, welcher heute als Museum dient. Ebenfalls als Museum steht das "Kiechelhaus", als letzter erhaltender Patrizierbau der Stadt, den Besuchern offen.

Ulm - Start der Oberschwäbischen Barockstraße

Am Ulmer Münster beginnt die sogenannte "Oberschwäbische Barockstraße", welche über 500 km mit Verzweigungen in Richtung Bodensee nach Österreich und auch in die Schweiz verläuft.
Als barocke Sehenswürdigkeit hat Ulm am Startpunkt besagter Barockstraße das Kloster Wiblingen zu bieten, welches als Hauptsehenswürdigkeit der gesamten Barockstraße gilt.
Wenn man dem Trubel der Stadt entfliehen will, findet am in zahlreichen Parkanlagen der Stadt Ruhe und Entspannung. Ein beliebtes Naherholungsgebiet der Stadt ist die "Friedrichsau". Dort finden regelmäßig Volksfeste, Open-Air-Konzerte und auch das bekannte sechswöchigen Kultur-Festival "Ulmer Zelt" statt.
Der Botanische Garten, als Einrichtung der Universität Ulm, bietet interessante Pflanzen unter freiem Himmel oder in Gewächshäusern zur Besichtigung an.
Zum Flanieren und Verweilen lädt natürlich das Ulmer Donauufer mit vielen gemütlichen Cafes und Restaurants ein.
Neben die vielen städtebaulichen Eindrücken ist ist Ulm auch kuturell nie Langeweile angesagt! Die Stadt bietet das ganze Jahr über Abwechslung mit vielfältigen Veranstaltungen.
Ob traditionell und historisch, wie beim Schwörmontag oder dem "Fischerstechen" im Juli, oder modern, wie beim "Ulmer Zelt"- einem der größten und längsten Zelt-Festivals in Deutschland mit Musik, Tanz, Comedy und Varieté. Sportlich geht es beim Rudercup auf der Donau oder beim "Einstein-Marathon" zu - in Ulm findet man immer Spaß und Unterhaltung! Die Stadt ist außerdem idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in die Schwäbische Alb! Hier finden Sie passende Hotelunterkünfte für Ihren Aufenthalt.

Anfahrt:
Die Stadt verfügt über eine sehr gute Anbindung ans Umland und zu anderen Städten. Mit der Bahn erreicht man Ulm beispielsweise mit dem ICE von Stuttgart oder München, aber auch über die Fernstrecken von Budapest, Wie, Amsterdam oder Paris.
Mit dem Auto erreicht man Ulm  über die Bundesautobahnen A7 und A8, aber auch über die Bundesstraßen B10, B19, B28, B30 oder B311.
Hinweis: Wer mit dem eigenen PKW nach Ulm einreisen mochte, benötigt eine grüne Feinstaubplakette, anonsten drohen Bußgeld und ein Punkt in Flensburg!
Da die Stadt Ulm direkt am Donauradweg und am Iller- Radweg liegt, ist sie auch für Radfahrer ein interessantes Ziel.

 
Ulmer-PanoramaUlmer Stadtpanorama
 
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29 August 2012

Obere Donau

Posted in Obere Donau

Der Naturpark Obere Donau

Ausgedehnte Wälder, steile Felsen, urige Täler, das alles und mehr bietet der Naturpark Obere Donau!
Die landschaftliche Schönheit dieser Region lässt jedes Jahr viele tausend Erholungssuchende ihren hier Urlaub verbringen.
Der Naturpark Obere Donau liegt im Süden des Bundeslandes Baden-Württemberg, ist ca. 1300 km² groß und umfasst 4 Landkreise entlang der Donau.
Im Westen erstreckt sich das Gebiet von Immendingen im Landkreis Tuttlingen bis Altheim im Landkreis Biberach im Osten, im Norden von Schömberg im Zollernalbkreis und bis Sauldorf im Landkreis Sigmaringen im Süden. Der Heuberg bildet als südwestliche Hochfläche der Schwäbischen Alb den flächenmäßig größten Teil des Naturparks. Weitere Bereiche sind das Laucherttal und das Obere Schlichemtal.
Besonders beeindruckend sind die Donauversickerungen in Immendingen und südlich von Fridingen. Hier hat sich die Donau ein tiefes Flussbett durch das Juragestein gegraben, wodurch mächtige Kalkfelsen freigelegt worden sind. Der bekannteste Kalkfelsen ist wohl der "Knopfmacherfelsen" bei Beuron. Der reizvoll gelegene Ort Beuron beherbergt die vielbesuchte Erzabtei Beuron.erzabtei-beuronErzabtei Beuron
Der Naturpark kann mit einer vielfältige Pflanzen- und Tierwelt aufwarten. So haben hier seltene Vögel wie der Wanderfalke, der Uhu, der Kolkrabe oder die Dohle eine Heimat gefunden.
Aufgrund althergebrachter Kultivierung prägen gewachsene Steinriegel- und Heckenlandschaften, sowie Holzwiesen und Wacholderheiden die Hochflächen der Alb.

Wanderparadies Obere Donau

Wanderfreunde können auf mehr als 3500 km Wanderwegen mit zahlreichen Rast- und Spielplätzen die Region entdecken. Wer gern mit dem Rad unterwegs ist, kann auf dem fast 100 km langen Radwanderweg zwischen Donaueschingen und Passau ausgedehnte Radwanderungen unternehmen.idyllischer-wanderweg-bei-Inzigkofenidyllischer Wanderweg bei Inzigkofen Natürlich kann man auf der Donau entspannende Bootsfahrten durchführen, was im Bereich des Durchbruchstals aufgrund der besonders faszinierenden Naturlandschaft besonders reizvoll und romantisch ist. Aber auch Kletterfreunde können sich an den steilen Felsen, die sich hoch über das Donautal erheben, erproben.
Im Winter kommen Skifreunde beim Skiwandern oder beim Langlauf auf ihre Kosten, den Wintersportler erwarten rund 350 km gespurte Loipen.
Freunde historische Architektur finden im Naturpark "Oberes Donautal" zahlreiche Burgen, Burgruinen und Schlösser vor. Das bekannteste Bauwerk ist wohl das beeindruckende Hohenzollernschloss in Sigmaringen, aber auch das Schloss Bronnen, auf einem imposanten Felsvorsprung gebaut, die Burg Wildenstein, das Schloss Werenwag, Schloss Gutenstein, die Ruine Dietfurt oder das Residenzschloss Scheer sind sehenswerte historische Bauten. 
Die Hauptsaison im Naturpark "Obere Donau" beginnt im Mai und endet im Oktober. In dieser Zeit kann man an Wochenenden und Feiertagen verschiedene Ziele des Naturparks mit dem Naturpark-Express erreichen. Er ist zwischen Sigmaringen und Blumberg speziell für Wanderer und Radler unterwegs. Die Donautalbahn verkehrt ganzjährig zwischen Ulm und Donaueschingen. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Fahrt ab Blumberg mit der Museumsbahn "Wutachtalbahn".
Stöbern Sie für Ihren Aufenthalt nach passenden Übernachtungen in unserer großen Auswahl an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Klicken Sie auf den Button "Übernachtung finden"!
 
Blick-auf-den-naturparkBlick auf den Naturpark
 
 
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06 September 2012

Stadt Heidelberg

Posted in Region Heidelberg

Heidelberg Panorama
Unweit der Neckarmündung in den Rhein liegt die Universitätsstadt Heidelberg. Im Südwesten Deutschlands in Baden-Württemberg gelegen, zählt Heidelberg aufgrund der besonderen geografischen Lage am Fuße des Odenwaldes zu den wärmsten Orten Deutschlands. Umgeben von hohen Erhebungen wie dem Königsstuhl mit 568 m Höhe, dem Heiligenberg mit 445 Meter Höhe und dem Geisberg mit 375 Meter Höhe liegt die Stadt eingebettet im Flusstal des Neckars, wobei der Hauptteil der Stadt am linken Neckarufer liegt. Die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt kann sich, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten, über einen stetigen Bevölkerungszuwachs freuen, in Heidelberg wohnen derzeit über 147.000 Einwohner. Die Stadt ist zusammen mit Mannheim und Ludwigsburg Bestandteil der Metropolregion Rhein-Neckar und die fünftgrößte Stadt Baden-Württembergs. Die im 2. Weltkrieg kaum zerstörte Stadt bietet viele sehenswerte historische Gebäude, weshalb sich die Stadt bereits zwei mal um den UNESCO-Weltkuturerbetitel bewarb.
 

Die Schlossruine ist ein Wahrzeichen Heidelbergs

Großen Bekanntheitsgrad genießt Heidelberg durch ihre Schlossruine unterhalb des Königstuhls sowie durch die älteste Hochschule Deutschlands- der Ruprecht-Karls-Universität. schloss-heidelbergDie Schlossruine Heidelberg
Zu den größten und ältesten Stadtteilen zählt Kirchheim. Hier gab es bereits zur Bronzezeit die ersten Ansiedlungen. Neuere Ausgrabungen haben gezeigt, dass hier ein wichtiger Knotenpunkt zwischen den Klöstern Lorsch und Mainz bestand. Noch ältere Zeugnisse von Besiedlungen reichen bis in die Steinzeit zurück. Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Bergheim, welcher erstmals im Jahre 769 urkundlich erwähnt wurde, haben Untersuchungen den Beweis dafür erbracht. Zusammen mit der Altstadt Heidelbergs bildet der Stadtteil Bergheim den historischen Stadtkern mit den meisten historischen Sehenswürdigkeiten. Die barocke Altstadt bietet eine der längsten Fußgängerzonen Europas mit 1,6 km Länge.
Die imposante "Alte Brücke" über den Neckar, welche offiziell "Karl-Theodor-Brücke heißt, zählt zu Deutschlands ältesten Brückenbauten. Sie wurde bereits im Jahre 1248 erstmals urkundlich erwähnt.
Die bekannteste Kirche der Stadt ist die Heiliggeistkirche im Zentrum der Stadt. Die älteste Kirche ist die Peterskirche in der Altstadt, deren Alter auf ca. 900 Jahre geschätzt wird.
Die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende Jesuitenkirche gilt als Wahrzeichen der Gegenreformation in Heidelberg und war der Mittelpunkt des ehemaligen Jesuitenviertels.
Weitere historische Kirchenbauten aus jüngerer Zeit sind die evangelische Christuskirche und die katholische Bonifatiuskirche aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. BonifatiuskircheDie Bonifatiuskirche Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten zählt das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, das Hotel „Zum Ritter“ aus dem 16. Jahrhundert. Weitere historische Gebäude sind die Universitätsbibliothek und das Karlstor- ein freistehender Torbogen.

Heidelbergs kulturelle Höhepunkte

Kulturell ist das ganze Jahr eine Menge los! Im März findet das alljährliche Festival "Heidelberger Frühling" statt, wo internationale Künstler klassische und zeitgenössische Musik präsentieren. Den "Heidelberger Stückemarkt", Heidelbergs Theatertage mit jungen Autoren, gibts im Mai. Die Heidelberger Schlossfestspiele im Schlosshof finden im Juli statt, am letzten Samstag im September lädt der Heidelberger Herbst in der historischen Altstadt ein. Im November ruft das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg Filmfans auf den Plan und im Dezember beschließt der historische Weihnachtsmarkt das Veranstaltungsjahr.
Sportfreunde kommen Ende April beim Heidelberger Halbmarathon oder Ende Juli beim Triathlon-Bewerb "HeidelbergMan" auf ihre Kosten. Weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender .

Heidelberg - der ideale Ausgangspunk für einen Odenwaldausflug

Der Neckar ist ein wichtiger Transportweg für Güter aller Art. Natürlich kann man, vor allem in der warmen Jahreszeit, auf kurzen Ausflugsfahrten mit dem Ausflugsboot das beeindruckende Stadtpanorama besichtigen.
Heidelberg ist ganzjährig einen Besuch wert und dazu noch idealer Ausgangspunkt für erlebnisreiche und interessante Ausflüge in den Odenwald. Eine passende Auswahl an Hotels für Ihren Aufenthalt finden Sie hier.
 
Anfahrt:
Mit der Bahn ist Heidelberg mit den ICEs der Linien Stuttgart–Köln, Zürich–Frankfurt  und Stuttgart–Hamburg erreichbar. Mit dem Auto erreicht man die Stadt über die Bundesautobahnen A5 aus Richtung Frankfurt am Main bzw. Karlsruhe. Die Bundesautobahn A656 verbindet Heidelberg mit Mannheim.
Die Bundesstraßen B3 und B37 führen direkt ins Zentrum der Stadt. Über die B535 gelangt man aus Richtung Schwetzingen nach Heidelberg.
 
 
Alte-Bruecke-HeidelbergPanorama von Heidelberg mit Alter Brücke
 
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25 August 2013

Stuttgart

Posted in Region Stuttgart

Inmitten von teilweise mit Wein bepflanzten Anhöhen liegt die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart in einem breiten Talkessel, geschaffen von Zuflüssen des Neckars. Aufgrund seiner durch die Höhenzüge der Schwäbischen Alb und des Schwarzwaldes geschützten Lage, hat Stuttgart ein sehr mildes und trockenes Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 10°C.

skyline-stuttgartStuttgarter SkylineDie markantesten Erhebungen um die Stadt Stuttgart bilden der Birkenkopf mit 511 Metern Höhe, der Württemberg mit 411 Metern und der Grüne Heiner mit immerhin noch 395 Metern Höhe. Stuttgart ist mit fast 600.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Deutschlands und ist zugleich das Oberzentrum der Metropolregion Stuttgart mit einer Gesamtbevölkerungszahl von ca. 2,6 Millionen Einwohnern. Als politisches Oberzentrum hat u.a. die baden-württembergische Landesregierung und der Landtag seinen Sitz in der Stadt.

Aus der Geschichte Stuttgarts

Ursprünge der Enstehung Stuttgarts gehen bis ins Jahr 90 n. Chr. zurück. Es gab in dieser Zeit erste Ansiedlungen auf den Anhöhen links des Neckars in Form eines römischen Reiterkastells. Stuttgart selbst wurde Mitte des 10. Jahrhunderts als Gestüt "Stuotengarten" gegründet. Wie der Name schon vermuten lässt, geht die Gründung aus mehreren bäuerlichen Siedlungen hervor, welche vorwiegend Pferdezucht betrieben.

fruchtkasten-stuttgartDer FruchtkastenIm Jahre 1219 wurde Stuttgart von seinem damaligen Besitzer Markgraf von Baden zur Stadt ernannt. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts breitete sich Stuttgart über seine ursprüngliche Stadtbefestigung aus, im Südosten entstand die erste Vorstadt - die Leonhardsvorstadt. Im Jahre 1495 erhielt die Stadt den Status einer Herzogresidenz, was Stuttgart weitere Bedeutung einbrachte. Im Zuge zahlreicher Auseinandersetzungen, beispielsweise mit dem Schwäbischen Bund, wurde im Jahre 1565 eine neue Stadtbefestigung unter Einschluss der neuen Vororte Stuttgarts gebaut.

Zahlreiche Kriege und Seuchen setzten Stuttgart erheblich zu, allerdings blieb die Stadt, im Gegensatz zur Stadt Heidelberg, im Rahmen der Pfälzischen Erbfolgekriege im 17. Jahrhundert unzerstört.

Erst unter Herrschaft von Herzog Karl Alexander setzte für Stuttgart ein weiterer Wachstumsschub ein. Die Stadt wurde wieder Hauptresidenz. Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die beeindruckenden Bauprojekte wie das Neue Schloss sowie die Schlösser Solitude und Hohenheim.

Stuttgart wurde aufgrund der Errichtung der Hohen Karlsschule zum Ende des 18. Jahrhunderts sogar Universitätsstandort. Allerdings wurde die Hohe Karlsschule zumeist aus politischen Gründen wieder aufgelöst.
Napoleons Feldzüge im beginnenden 19. Jahrhundert brachten für Stuttgart eine Statuserhöhung mit sich, denn von einer Residenzstadt des altwürttembergischen Herzogtums stieg Stuttgart zur Hauptstadt des erweiterten Königreichs Württemberg auf.
Die beginnende Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte einen weiteren Wachstumsschub für die Stadt. Die Einwohnerzahl stieg innerhalb kurzer Zeit von 35.000 um 1834 auf über 90.000 im Jahre 1870.

1874 erreichte Stuttgart mit über 100.000 Einwohnern Großstadtstatus, zahlreiche Eingemeindungen verdoppelte diese Zahl in den darauffolgenden Jahren. In den Jahren ab 1880 legte Gottlieb Daimler im Stuttgarter Stadtteil Cannstadt den Grundstein für einen der erfolgreichsten Automobilbaustandorte in Deutschland. Auch Stuttgart blieb von einer Zerstörung im 2. Weltkrieg nicht verschont. Im September 1944 wurde die Stuttgarter Altstadt bei einem schweren Bombenangriff fast vollständig zerstört. Als Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden erlebte Stuttgart in den Jahren danach seinen Wiederaufbau.

Jedoch wurde auf einen Wiederaufbau im historischen Stil weitgehend verzichtet. Stuttgart sollte als moderne Industriestadt mit modernen Verkehrsführung wiedererstehen. Diesen Maßnahmen fielen nicht nur ganze beinahe unbeschädigte Straßenzüge Stuttgarts zum Opfer, sondern sogar die bereits erwähnte Hohe Karlsschule, welche Neuem Platz machen musste. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde das Land Württemberg-Baden mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern zusammengeschlossen. Stuttgart wurde zur Hauptstadt diesen neuen Bundeslandes Baden-Württemberg.

Sehenswürdigkeiten in Stuttgart

Stiftskirche-StuttgartStiftskirche StuttgartZu den ältesten Kirchen der Stadt zählt die Stiftskirche aus dem Jahre 1170, welche sich mitten im Zentrum befindet. Ihre zwei ungleichen Türme sind außergewöhnlich, wodurch sie ein besonderes Wahrzeichen der Innenstadt darstellt. Ebenfalls in der Stuttgarter Innenstadt befindet sich die evangelische Leonhardskirche, welche der zweitälteste Kirchenbau Stuttgarts ist.
Die älteste Kirche ist allerdings die ursprünglich aus Holz gebaute Martinskirche in Stuttgart-Plieningen. Ihr Ursprung geht ins Jahr 600 n.Chr. zurück.
Weitere bedeutende Kirchenbauten sind die evangelische Stadtkirche St. Germanus in Untertürkheim, die evangelischen Hospitalkirche als spätgotische Hallenkirche, die Domkirche St. Eberhard sowie die katholische Kirche St. Barbara aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein weiteres Highlight in Stuttgarts Innenstadt ist das am Schlossplatz befindliche Alte Schloss. Das Alte Schloss beherbergt heute das Landesmuseum Württemberg. Gleich nebenan steht das Neue Schloss, ein barockes Residenzschloss, welches Herzog Carl Eugen erbauen ließ. Auf die Residenzzeit des Herzog Carl Eugen geht auch das im Stadtteil Hohenheim stehende Schloss Hohenheim zurück. Er ließ es für seine Frau Franziska von Leutrum Ende des 18. Jahrhunderts erbauen. Das Schloss ist von den schönen Hohenheimer Gärten umgeben.
schloss-solitudeSchloss SolitudeHerzog Carl Eugen ließ weiterhin das Jagd- und Repräsentationsschloss Solitude für sich erbauen. Es befindet sich auf einem Höhenzug zwischen der Stadt Leonberg und den Stuttgarter Stadtteilen Weilimdorf und Botnang. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick bis ins württembergische Unterland.
König Wilhelm I. ließ Anfang des 19. Jahrhunderts das Schloss Rosenstein erbauen. Das klassizistische Schloss wird von einen Park umgeben und beherbergt heute das Stuttgarter Naturkundemuseum.

Sehenswert in Stuttgart und ziemlich einzigartig sind die sogenannten Stuttgarter Stäffele, Treppenanlagen, welche ursprünglich als Zugang zu den Weinbergen an den Berghängen der Stadt errichtet wurden. Einige Stäffele wurden weiter ausgebaut, mit Brunnen versehen und mit Bepflanzungen versehen.

Obwohl Stuttgarts Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg im modernen Stil erfolgte, wurden auch einige historische Bauwerke wiedererrichtet bzw. restauriert. Dazu zählen das Opernhaus oder das nach alten Entwürfen an gleicher Stelle völlig neu errichtete Schaupielhaus. Diese und andere Bauwerke, wie die Spielstädten im Oberen Schlossgarten oder das Kammertheater, beherbergen verschiedene Sparten des Staatstheaters Stuttgart. Das Stuttgarter Schauspiel, die Oper Stuttgart und das Stuttgarter Ballet vollführen pro Spielsaison bis an die 1000 erstklassische kulturelle Aufführungen.
Bekannt ist Stuttgart weiterhin für seine Puppentheater oder auch sein einzigartiges Pantomimetheater. Bekannte Musicals kann man in den beiden Musical-Theatern im SI-Centrum erleben. Aktuell stehen die Musicals "Sister Act" oder "Tarzan" auf dem Programm.

Der Stuttgarter Fernsehturm, das höchste Gebäude der Stadt

Stuttgarter-FernsehturmFernsehturm StuttgartDas höchste Gebäude Stuttgarts ist der Stuttgarter Fernsehturm, welcher von 1954 bis 1956 im Stuttgarter Stadtbezirk Degerloch erbaut wurde. Der Stuttgarter Fernsehturm ist 216 Meter hoch und weltweit der erste Fernsehturm, welcher in Stahlbetonbauweise errichtet wurde. Er dient nicht nur der Verbreitung von Rundfunksendern, sondern auch als Aussichtsturm mit Restautant und sogar einem Theater. Er ist Bestandteil der Liste der geschützten Kulturdenkmäler.

Zu den ältensten Gebäuden Stuttgarts zählt das Alte Steinhaus oder auch der sogenannte Fruchtkasten, welcher heute eine Musikinstrumentensammlung beherbergt. Beide Gebäude stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Stuttgart- ein Magnet für alle Automobilfans

Als Geburtsstadt des Automobils gibt es in Stuttgarts Automobilmuseen von Porsche und Mercedes-Benz alles über die Entwicklung des fahrbaren Untersatzes zu erfahren. Auch die große Oldtimermesse RetroClassics zieht jedes Jahr tausende Besucher aus der ganzen Welt an. In den vielen anderen Museen der Stadt, wie der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstmuseum Stuttgart oder der Galerie Stihl in Waiblingen erfährt der interessierte Besucher alles über die Entwicklung der Stadt und der Region in Kunst, Kultur und Technik.

Stuttgart bietet seinen Besuchern ein reichhaltiges Programm an Sehenswürdigkeiten und ein umfangreiches Kulturprogramm hochkarätiger Veranstaltungen, aber auch zum Entspannen und Relaxen in zahlreichen Parks und Gärten lädt die Stadt Stuttgart ein. Stuttgart ist ein idealer Ausgangspunkt auch für Touren in die Schwäbische Alb oder den Schwarzwald.

Anfahrt:

Stuttgart ist als Verkehrsknotenpunkt schnell mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu erreichen. So zum Beispiel über die Autobahn A8 von Karlsruhe nach München, welche westlich an Stuttgart vorbeiführt. Über die Stadtautobahn A831 geht es direkt in Richtung Innenstadt. Vom Norden führt die Autobahn A81 nach Stuttgart.
Folgende Bundesstraßen führen direkt durch die Stadt: die B10 von Pforzheim nach Ulm, die B14 von Schwäbisch Hall nach Herrenberg, die B27 von Heilbronn nach Tübingen und die B295 von Calw über Leonberg.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof, mitten in der Stadt, ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. So gelangt man mit dem ICE von Hamburg über Frankfurt am Main direkt nach Stuttgart. Der Flughafen Stuttgart, welcher sich südlich des Stadtgebietes befindet, befördert, als größter Flughafen Baden-Württembergs, mehr als 10 Millionen Fluggäste im Jahr.

Blick-auf-StuttgartBlick auf Stuttgart

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